Bericht Jahreshauptversammlung 2017 Schwäbische Zeitung

BERG – Die Narrenzunft „Schotterwälder Berg“ hat einen neuen Zunftmeister. Nachdem Angela „Angie“ Peters nach zwölf Jahren den Wunsch hegte, in Zukunft ein ruhigeres Fasnets-Leben zu führen, haben die 53 anwesenden Mitglieder bei der Hauptversammlung am Freitag im Gemeindehaus Berg Markus Bauknecht zum Nachfolger gewählt. Er setzte sich in geheimer Wahl gegen seinen Mitbewerber Maximilian Mayer durch. Auch alle anderen Posten konnten wieder besetzt werden.

„Bergauf – Bergab“ heißt der Narrenruf der Berger Schotterwälder – und wenn man die Berichte des Schriftführers Maximilian Mayer und der Noch-Zunftmeisterin Angela Peters gehört hatte, konnte man feststellen, dass es bei dem Verein weiter bergauf geht. Bestes Beispiel dafür war die Wahl des neuen Zunftmeisters. Wer hat denn schon gleich zwei Bewerber, die sich der Aufgabe stellen, Verantwortung in einem Verein zu übernehmen? „Schade, dass Angela aufhört, aber ich werde versuchen, in ihre Fußstapfen zu treten, um in ihrem Sinne den Verein weiterzuführen“, meinte der frischgebackene neue Zunftmeister Markus Bauknecht. Der aus Kirchheim-Teck stammende 30-Jährige ist seit sieben Jahren bei den Berger Narren und „ich habe sie von Anfang an liebgewonnen“, sagte er.

Zuvor berichteten Schriftführer Mayer und Angela Peters über die Aktivitäten der Schotterwälder im vergangenen Jahr. So konnte der Schriftführer neben einem Mitgliederstand von 180 (85 aktiv, 95 passiv) an zahlreiche Teilnahmen an Umzügen sowie an eigene Veranstaltungen wie Rosenfreitags-, Jugend- und Kinderball erinnern. Insgesamt hätten die Mitglieder dafür 1535 Arbeitsstunden geleistet.

„Rückblickend möchte ich die Zeit nicht missen, aber der Wunsch nach einem ruhigeren Leben, ohne diese Verantwortung zu tragen, überwiegt“, begründete die Zunftmeisterin Angela Peters ihren Rückzug nach zwölf Jahren. In ihrem letzten Bericht stellte sie den Zeitpunkt des Narrenbaumstellens als größte Veränderung der vergangenen Fasnet heraus. Die Vorverlegung vom Gumpigen Donnerstag auf den 21. Januar habe sich als richtig erwiesen, weil dadurch wieder viele befreundete Zünfte daran teilhaben konnten.

Mit der Feststellung, dass der Verein „gut aufgestellt“ sei, verabschiedete sie sich von ihrem Amt mit dem Versprechen, ihm natürlich treu zu bleiben und ihrem Nachfolger bei Bedarf mit Rat und Tat unter die Arme greifen zu wollen.

„Du warst die gute Fee des Vereins“, bezeichnete Dorfbüttel und Ausschussmitglied Bruno Kramer die scheidende Zunftmeisterin. Seit ihrem Amtsantritt 2004 hätte es mit der Aufnahme der Zunft in den Alemannischen Narrenring (ANR) 2008 und dem Vereinsjubiläum 2014 einige „markante Höhepunkte“ gegeben, stellte er heraus.

Bevor dann Ailingens Ortsvorsteher Georg Schellinger die Entlastung der Vorstandschaft und die Neuwahl vornahm, wollte er auch noch ein paar Anmerkungen zu der Zunft machen. So hätte er die Schotterwälder mit ihrer Zunftmeisterin als „sympathischen, netten Verein“ kennengelernt. Für ihn sei die Pächtergemeinschaft zusammen mit dem Musikverein des Gemeindehauses eine „Riesenleistung“ und ermutigte den Verein, weiterzumachen. Es sei zwar noch kein Beschluss gefasst worden, aber es würden für die zukünftige Raumnutzung „durchaus Chancen“ bestehen, meinte Schellinger vorbehaltlich. Soll heißen: Nach Fertigstellung des Bildungshauses könnte für die Zunft ein Teil des bisherigen Kindergartens als Zunftstube zur Verfügung gestellt werden.

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